Die Bären unterwegs

Samstag, 25. April 2015

Verloren in Tokio

Verloren gegangen sind wir hier noch nicht und werden es wohl auch nicht, da sich Andreas' Email Bekanntschaft als sehr wertvolle Hilfe erwiesen hat. Heute Morgen klingelte das Hotel Telefon. Es war Shuhei, der ankündigte, dass er um 10:30 Uhr bei unserem Hotel sein wollte, denn er wollte uns gerne noch einiges zeigen. Da das Hotel Frühstück eher Amerikanisch war, haben wir nicht hier gefrühstückt, sondern haben außerhalb geschaut, was im Angebot ist. Hängen geblieben sind wir bei einem Laden, der Soba und Udon Nudelsuppen anbot. Die verschiedenen Gerichte waren als Foto dargestellt, so entschieden wir also nach Auge, was wir essen möchten. Der Koch sprach nur gebrochen Englisch aber wir bekamen was wir wollten und die Suppen schmeckten gut. Essen mussten wir im Stehen und mit uns im Laden nur Japaner, die laut und schamlos ihre Suppen schlürften. 


Auf dem Weg zu einem Supermarkt, begegnete uns eine Frau im Jeans Kimono. 


Im Supermarkt haben wir uns mit exotischen Süßigkeiten eingedeckt und sind dann wieder zum Hotel zurück, um uns mit Shuhei zu treffen, der pünktlich kam um uns abzuholen. Dank ihm besitzen wir nun eine Pasmo Karte, 


auf die ein Guthaben geladen wird, dass man mit den öffentlichen Verkehrsmitteln abfahren kann. Wir fuhren erst einmal mit der Bahn und Shuhei erklärte uns, wo wir in einigen Tagen, wenn unsere Reise weiter geht, umsteigen müssen, auf was wir zu achten haben usw. 


In Shinjuku hat er uns zu einem Park geführt. Gestern waren wir noch im Herbst und jetzt sind wir im Frühling. Im Park blühte es bunt und die Kirschblüte ist noch nicht ganz vorbei. 



Wunderschöne Anlagen, die Maler einlädt, die Szenerie festzuhalten. 


Dann fuhren wir mit der Bahn weiter zur berühmten Kreuzung. Wir hatten davon schon vorher gehört und Videos gesehen und wollten die Kreuzung gerne mal in echt sehen. 
Wahnsinn, Menschen wie Ameisen. 


Andreas hatte schon vor Wochen einen Tisch im 3 Sterne Restaurant Esaki gebucht, da es dort einen günstigen Mittagstisch gibt. Shuhei suchte mit uns dieses Restaurant auf, dass sehr schwierig zu finden war und konnte leider nicht mit rein, da kein Platz frei war. Also verabschiedete er sich und holte uns nach 90 Minuten wieder ab. 

Das Essen und die Menü Reihenfolge war für unsere Gewohnheiten ungewöhnlich aber uns hat alles sehr gut geschmeckt und wie üblich wurde vom Personal viel gelächelt und genickt. Englisch wurde nur gebrochen und sehr wenig gesprochen. 


Bei einer Gemüseart, die wir nicht kannten, zeigte man uns das Gemüse in einem Japanischen Botanik Lexikon mit Lateinischen Namen, die uns leider auch nichts sagten. 


Der liebe Shuhei, kam pünktlich nach 90 Minuten und holte uns wieder ab. Zum Abschied gab es noch ein Foto mit dem Chefkoch, Herrn Esaki. 


Als wir gingen, kam Herr Esaki aus dem Restaurant heraus, winkte uns hinterher und rief "Auf Wiedersehen". 

Shuhei ist dann mit uns am Bahnhof zu einem Ticketschalter gegangen und hat für uns Bahntickets angefordert. Das war eine längere Diskussion auf Japanisch, bei der wir die ganze Zeit hilflos daneben standen. Am Ende der Diskussion, wurde uns ein Betrag genannt, den wir gezahlt haben und dann wurde uns ein Stapel Tickets übergeben auf denen zum Glück wenigstens die Orte, die Uhrzeiten und die Sitzplatznummern lesbar sind. An der Tokio Station erzählte Shuhei uns dann, welchen Eingang und welches Gleis wir am Dienstag nehmen müssen. 


Dann fuhren wir wieder weiter mit der Bahn nach Okachimachi , wo es einen Markt gibt, bei dem man viele Artikel aus China (Lolex), aber auch Lebensmittel kaufen kann. 




Schließlich fuhren wir mit der Bahn nach Takadanobaba, (für uns ein entscheidender Umsteigebahnhof), und Shuhei führte uns in ein Yakitori Restaurant, wo wir uns dann den restlichen Abend durch die Speisekarte gefuttert und getrunken haben. Es flossen Bier und Sake in großen Mengen und Shuhei wurde immer gesprächiger. 


Am Ende brachte er uns zu einer Bushaltestelle, an der der Shuttlebus zu unserem Hotel hält. Wir verabschiedeten uns von Shuhei, der morgen nach Djakarta fliegt, und hoffen, dass wir uns eines Tages bei Ihm für seine Hilfe revanchieren können. 


1 Kommentar: