Die Bären unterwegs

Montag, 27. April 2015

Tokio von oben, zu Wasser und zu Fuß...

Tokio ist riesig. Knapp 13 Mil. Einwohner auf relativ wenig Raum. Da sind die Wege natürlich etwas weiter. 

Frühstück auf Parkbank


Heute ging es nun das erste Mal ohne Begleitung auf Tour. Für den Anfang der Tour hatten wir uns für das Gebäude der Stadtverwaltung entschieden. Dort gab es ganz oben ein Observatorium. Von dort kann man über ganz Tokio blicken. Dazu war das Ganze kostenlos. Nachteil war, dass wegen des günstigen Preises auch viele andere die Aussicht genießen wollten. Daher gab es eine sehr lange Warteschlange. Aber egal. Wenn man schon mal hier ist...

Das Regierungsgebäude

Lange Warteschlange


Von oben hatte man (zumindest theoretisch) einen tollen Ausblick. Leider führt die Menge an vielen Menschen und Autos auch zu Smog. Es ist immer dunstig. Bei normal klarer Sicht kann man von dort sogar den Mt. Fuji sehen. Dieses Glück hatten wir leider nicht. Aber auch so war der Blick auf die Riesenstadt sehr nett. Von oben konnten wir schon die nächsten Ziele sehen. Einen kleinen Park unter dem Gebäude, bei dem viele Fahnen und Menschen waren und den Park mit dem Meji Schrein. 



Unten entdeckten wir dann den Grund für die vielen Fahnen auf dem Platz vor dem Verwaltungsgebäude. Es war eine Werbeaktion für Rindfleisch aus einer Region im Norden. Also nutzten wir dies für einen Lunch. Das war aber nicht so einfach. Erst musste man an einem Automaten Coupons kaufen. Diese hatten einen Werte von je 1000 ¥. Damit ist Nicole dann los zu einem der Wagen, an denen es Essen gab. Leider wurden wir dort kaum verstanden. Aber irgendwie wurden wir uns einig und wir bekamen eine Schale Reis mit (Oh Wunder) Rindfleisch... Dies haben wir dann im Park an großen Tischen mit vielen anderen verzehrt. 


Gestört hat nur etwas der Ausrufer vor unserem Tisch. Was auch immer er erzählte, oder bewerben wollte. Auf jeden Fall nutzte er ein Megafon. Und das aus ungefähr 3 Metern... und er war nicht alleine... auch andere rannten mit Megafon rum und nutzten es auch. War schon etwas schräg.





Durch einen Park und durch kleine Gassen ging es dann zum Meji Schrein. Dieser befindet sich in einem riesigen Park mit vielen Bäumen. Der Schrein im Zentrum ist aus den 20ern und wurde nach Zerstörung im Krieg in den 50ern neu aufgebaut. Interessant für uns war, dass wir in eine traditionelle, japanische Hochzeit hinein gerieten. Das war schon etwas besonderes. Braut und Bräutigam sahen aus, als wären sie grad einem Samurei Film entsprungen. Dazu hatten die Väter einen Frack an. Mal was anderes. 



Wir haben uns noch Glück und Frieden gewünscht und dem Schrein Respekt bezeugt (zweimal verbeugen, zweimal klatschen und dann noch einmal verbeugen), bevor es zum nächsten Ziel weiter ging. Wir wollten mal Tokio vom Wasser sehen. Als alte Metrohasen fanden wir sofort die richtige Bahn und machten uns auf zum Haneda Pier. Dort besorgten wir uns dann mit Händen und Füßen Tickets für eine Bootsfahrt über die Bucht von Tokio. Auf der anderen Seite war dann aber nur ein Einkaufszentrum, ein Vergnügungsviertel und die Freiheitsstatue. Die wurde fotografiert und nach einem kurzen Abstecher in einen Supermarkt ging es dann wieder zurück. Beeindruckend auf der Tour war die Rainbow Bridge über die Bucht. Mehrstöckig und von Autos und Eisenbahnen befahren. 


Die nächste Aufgabe war dann, das Lokal zu finden, für das wir für 19.00 Uhr eine Reservierung hatten. Shuhei hatte uns ein Sushi Lokal empfohlen, bei dem es gute Qualität zu einem fairen Preis gab. Wir hatten einen handgeschriebenen Zettel auf Japanisch und Englisch mit Telefonnummer, aber ohne Adresse. Im Internet hatten wir nach der Telefonnummer gegoogelt und wussten, dass es sich in Ginza und im 10 Stock befindet. Die Suche war schon eine echte Herausforderung. Nun wissen wir aber, dass das Adresssystem in Tokyo nach Bezirken und Blocks aufgebaut ist und nicht nach Nummern und Straßen. Zudem haben wir uns die berühmte Ginza Straße angesehen. 



Im Lokal angekommen wurde ich sofort als Andreas San angesprochen. Als wir uns umsahen, wussten wir warum. Wir waren die einzigen westlichen Gäste. Das Essen war klassisches Sushi. Also Fisch auf Reis. Keine Röllchen (bis auf Maki mit Gurke und mit Tuna). Mit unserer Bestellung haben wir uns durch die halbe Meereswelt gegessen... :-) Höhepunkt war der halbfette und der fette Tunfischbauch. So einen zarten Fisch hatten wir als Sushi in Deutschland bisher noch nicht gehabt. Gut gefüllt und gut gelaunt ging es dann zurück zur letzten Nacht in Tokio.

PS: Für unsere Leser aus Frankreich: hier gibt es viele französische Bäckereien und Restaurants und Printemps. :-)

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